Was kostet Verleihsoftware? Monatliche Kosten im Vergleich
Zwischen 30 und mehreren hundert Euro im Monat ist alles am Markt. Die vier Preismodelle im Vergleich, inklusive versteckter Kosten.
Das Wichtigste in Kürze
Verleihsoftware kostet zwischen rund 30 und mehreren hundert Euro im Monat. Die Spanne erklärt sich weniger durch den Funktionsumfang als durch das Preismodell: Flat-Abos, Preis pro Fahrzeug, Umsatzprovision und Individuallösungen führen bei identischem Betrieb zu sehr unterschiedlichen Jahreskosten.
Der Monatspreis auf der Website ist dabei nur die halbe Wahrheit. Setup-Gebühren, Zahlungsabwicklung, kostenpflichtige Zusatzmodule und Vertragslaufzeiten entscheiden mit, was am Jahresende wirklich auf der Rechnung steht. Rechnen Sie deshalb immer die Gesamtkosten pro Jahr für Ihre konkrete Flottengröße, bevor Sie sich festlegen.
Die vier Preismodelle am Markt
| Preismodell | Typische Kosten | Geeignet für | Haken |
|---|---|---|---|
| Flat-Abo mit Paketstufen | 30–150 € / Monat | Betriebe, die planbare Kosten wollen | Paketgrenzen (Fahrzeuge, Benutzer) beachten |
| Preis pro Fahrzeug | 1–3 € pro Rad / Monat | kleine Flotten | wird bei Wachstum überproportional teuer |
| Umsatzprovision | 1–5 % pro Online-Buchung, oft plus Grundgebühr | Einsteiger mit wenig Umsatz | bestraft Erfolg: mehr Umsatz, mehr Kosten |
| Individuallösung / Enterprise | ab 150 € / Monat, nach Angebot | Konzerne, Sonderanforderungen | Angebotspreise schwer vergleichbar |
Alle vier Modelle existieren am Markt nebeneinander, teils auch kombiniert. Gerade internationale Anbieter koppeln günstige Einstiegspakete gern mit einer Provision auf jede Online-Buchung. Das fühlt sich am Anfang fair an und wird genau dann teuer, wenn das Geschäft läuft.
Versteckte Kosten: Danach sollten Sie fragen
- Setup- und Einrichtungsgebühren: Manche Anbieter berechnen für Einrichtung oder Datenübernahme einmalig dreistellige Beträge.
- Zahlungsabwicklung: Die Gebühren des Zahlungsanbieters (etwa Stripe) fallen immer an. Kritisch wird es, wenn die Software zusätzlich einen eigenen Aufschlag pro Transaktion nimmt.
- Zusatzmodule: Buchungs-Widget, Mehrsprachigkeit, weitere Standorte oder Statistiken sind nicht überall im Paket, sondern kosten teils extra.
- Benutzerkonten: Ein Preis "pro User" summiert sich, sobald Saisonkräfte eigene Zugänge brauchen.
- Vertragslaufzeit: Monatlich kündbar klingt gut, ist aber oft teurer. Bei Jahresverträgen zählt, ob der Preis bei Verlängerung stabil bleibt.
Rechenbeispiel: Ein Verleih mit 60 Rädern
Angenommen, ein Betrieb mit 60 Rädern macht 45.000 Euro Jahresumsatz, davon 30.000 Euro über Online-Buchungen. So unterscheiden sich die Jahreskosten je nach Modell:
- Flat-Abo (Mittelklasse-Paket, 82 €/Monat): rund 990 € pro Jahr
- Preis pro Fahrzeug (2 € pro Rad und Monat): 60 × 2 € × 12 = 1.440 € pro Jahr
- Provisionsmodell (40 € Grundgebühr plus 3 % auf Online-Umsatz): 480 € + 900 € = 1.380 € pro Jahr, Tendenz steigend mit jedem gewonnenen Kunden
Im ersten Jahr liegen die Modelle noch nah beieinander. Der Unterschied entsteht beim Wachstum: Verdoppelt sich der Online-Umsatz, bleibt das Flat-Abo bei 990 Euro, während das Provisionsmodell auf über 2.200 Euro springt. Software-Kosten von ein bis zwei Prozent des Umsatzes gelten insgesamt als gesunder Rahmen.
Wo Verleihtool preislich steht
Verleihtool arbeitet mit festen Jahrespreisen statt Umsatzbeteiligung. Die Pakete unterscheiden sich nach Flottengröße und Funktionsumfang:
| Paket | Preis | Umfang |
|---|---|---|
| Basis | 590 € / Jahr (49 €/Monat) | bis 30 Verleihgegenstände, Kalender, Mietvertrag als PDF, Buchungs-Widget |
| Pro | 990 € / Jahr (82 €/Monat) | bis 100 Gegenstände, Online-Zahlung, Mehrsprachigkeit, mehrere Standorte, Gutscheine |
| Enterprise | ab 1.990 € / Jahr | große Flotten, Konzern-Anforderungen, individueller Zuschnitt |
Buchungs-Widget, Mietvertrags-Erstellung und Statistiken sind in jedem Paket enthalten, nicht als Zusatzmodul. Die Details stehen auf der Preisseite. Wie sich Verleihtool funktional von anderen Anbietern unterscheidet, zeigen die Vergleichsseiten zu Booqable, Rentware und weiteren Tools.
Empfehlung
Vergleichen Sie nie Monatspreise, sondern Jahresgesamtkosten für Ihre Flottengröße, inklusive aller Gebühren und Module. Fragen Sie jeden Anbieter konkret: Was kostet mich das erste Jahr mit X Rädern, Y Benutzern und Online-Zahlung, und was das dritte? Provisionsmodelle lohnen sich fast nur, solange der Online-Umsatz klein ist. Wer wachsen will, fährt mit einem festen Paket besser. Welches Paket zu Ihrem Betrieb passt, zeigt Ihnen der Kaufberater in drei Schritten.
Autor
David Gstrein
Gründer von Verleihtool. Die Software entstand 2014 für einen einzelnen Verleihbetrieb und ist heute bei Verleihern in mehreren Ländern Europas im Einsatz.
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